Artikel mit ‘Stadtentwicklung’ getagged

Slow Food – Slow City

publiziert amFreitag, 05. Februar 2010
Autor: Klaus Elmecker

Die Slow Food Bewegung wurde schon 1986 in Italien gegründet. Damals kochten italienische Köche Spaghetti, um auf diese Weise gegen die Verbreitung von Fast Food zu protestieren. Das Logo von Slow Food ist die Weinbergschnecke – Symbol der Langsamkeit.

Eine Bewegung, „Cittáslow“, die 1999 begann, in dem Chianti-Örtchen Greve in der Toskana. Diese Langsamkeitswelle breitete sich aus, bis nach Norwegen und Grossbritannien. Auch in Österreich gibt es Städte mit weniger als 50.000 Einwohnern, die sich dem strikten Kriterienkatalog unterwerfen.

Projekte zum Thema Raumplanung

publiziert amFreitag, 05. Februar 2010
Autor: Oskar Stöglehner

Entwicklungskonzeptes (ÖEK) und des Flächenwidmungsplanes. Hier werden die Weichen gestellt für eine zukunftsfähige Entwicklung unserer Stadt. Zu den bisherigen Zielsetzungen einer Baulandentwicklung von innen nach außen mit verträglicher Verdichtung und einem schonenden Umgang mit Grund und Boden kommen neue Schwerpunkte wie etwa eine flächensparende Baulandentwicklung. Dazu gibt es in Freistadt höchst interessante Ansatzpunkte mit spannenden Aufgaben für Raum- und Stadtplaner (siehe Kasten!)

Eine der interessantesten Aufgaben der nächsten 3 bis 4 Jahre wird es sein, aufbauend auf dem Nachnutzungskonzept Stieranger aus dem Jahr 2007 die Detailplanung einer nachhaltigen Nutzung für die derzeit hochwertigste innerstädtische Freifläche in Verbindung mit alter Versteigerungshalle und neuer Messehalle zu entwerfen. Dieses Areal befindet sich im Besitz der Gemeinde.

Ein weiteres Zukunftsprojekt, das 2010 entwickelt wird, ist das Baulandprojekt „Generationenwohnen am Bauhofareal“. In Stadtnähe soll ein attraktiver Wohnpark für alle Generationen entstehen. Aus einer überwiegend als Lagerplatz genutzten Fläche wird hochwertiges Wohnbauland. Freilich muss für die Umsetzung der städtische Bauhof abgesiedelt, in eine Gewerbezone verlegt und wahrscheinlich deutlich verkleinert werden. Oder es gibt die Möglichkeit einer Kooperation mit ähnlichen Einrichtungen. Wenn man die Zukunft gestalten will, muss lautes Nachdenken über bisherige Tabus möglich sein.

Zwei Forschungsprojekte zur Raumplanung und nachhaltigen Energieplanung, die beim Klima- und Energiefonds eingereicht und von einer international besetzten Jury beurteilt wurden, sollen hier vorgestellt werden, weil sie einen konkreten Freistadt-Bezug haben:
PlanVision – Visionen für eine energie­optimierte Raumplanung. Wissenschaftliche Begleitung von Raumplanungsprozessen in Hinblick auf ihre Auswirkungen auf Energieoptimierung. PlanVision erforscht strukturelle Kriterien für die Siedlungs- und Infrastrukurentwicklung, die die Endverbraucher/innen in die Lage versetzen, ihren Energiebedarf zu reduzieren.

Die Fallstudie „Energetische Langzeitanalysen für Siedlungsstrukturen“ (ELAS) erforscht die Zusammenhänge zwischen Energieverbrauch, Energieversorgung und Siedlungsstrukturen. Neben dem direkten Energieverbrauch gehören dazu auch Mobilität, Energie zur Bereit­haltung von Infrastruktur und Energie für die standortbezogene Lebensweise. Freistadt wird bei Beachtung der Ziele bei der Raumplanung durch lang­fristige Energieoptimierung profitieren.

Lebendige (Alt-)Stadt

publiziert amSonntag, 23. August 2009
Autor: Oskar Stöglehner

Worauf es uns ankommt: Die Rolle der Altstadt als Mittelpunkt des öffentlichen Lebens bewusst machen und die Stadt als Ort der Begegnung aufwerten.

  • Belebung der Altstadt durch neue Nutzungen – neues Leben statt Ruinen erhalten
  • mehr Platz für Menschen statt Autos, autofreie Zonen schaffen
  • Erhaltung und Verbesserung des urbanen Charakters für Wohnnutzung, Einzelhandel, Tourismus und Kultur
  • Verborgene Schätze und Kulturgüter hervorholen – für Einheimische und Touristen sichtbar machen
  • Sonnenenergienutzung in der Altstadt – das 21. Jhdt in der Stadt erkennbar machen!

Wie sich im Lauf der Jahrhunderte die Nutzungserfordernisse der historischen Bausubstanz geändert und immer wieder der Zeit angepasst haben, ist es auch heute Gebot der Zeit, den HausbesitzerInnen und BewohnerInnen der Altstadt durch Re-vital-isierung und Einbringen neuer architektonischer oder technischer Elemente zeitgemäßen Wohnkomfort zu ermöglichen.

Dafür habe ich mich in den letzten sechs Jahren im Rahmen der Altstadtkommission eingesetzt. Die Überarbeitung und Neufassung der Gestaltungssatzung als Teil des Bebauungsplanes Altstadt (im Gemeinderat im Februar 2007 nach zwei Jahren „Knochenarbeit“ einstimmig beschlossen) ist die Grundlage für die notwendige sanfte Erneuerung, ohne die baukulturelle Identität der Stadt zu opfern.