Der Skaterplatz
publiziert amSonntag, 23. August 2009Viele Freistädter Jugendliche sind motiviert Sport zu betreiben und wünschen sich geeignete Plätze, wo sie ihren Lieblingssport ausüben können. In den letzten Jahren konnte man Ansätze beobachten, den sportbegeisterten Jugendlichen diesen Wunsch zu erfüllen, doch irgendwie wurden die Ziele oft verfehlt. Das Problem liegt auf der Hand: Es fehlt an der Kommunikation zwischen Jugendlichen und den Vertretern der Gemeinde.
Mangelnde Kommunikation und fehlender direkter Dialog mit den betroffenen Jugendlichen führen zu Fehlentscheidungen. Es wird hoher Aufwand betrieben, doch die Ergebnisse sind nicht effektiv.
Ein Paradebeispiel dafür ist der Skaterplatz in Freistadt, der in den letzten 10 Jahren mehrmals seinen Standort gewechselt hat. Zurzeit befindet er sich am Stieranger auf dem ehemaligen Areal der Viehzuchthalle. Da es zu Verunreinigungen und Zerstörung des Geländes kam, wurden zur Strafe drei Geräte vom Skaterplatz entfernt.
Ist das die Lösung des Problems?
Von nun an können die Skater diesen Platz nicht mehr wirklich nützen, weil drei wichtige Rampen fehlen. Jene Jugendliche, die den Platz als reinen Aufenthaltsort sehen, kümmert es wenig, wie viele Geräte aufgestellt sind und können ihren Vandalismus fortsetzen. Das Müllproblem ist nach wie vor vorhanden.
Um zu einer langfristigen Lösung zu kommen, ist es notwendig in einen Dialog mit den Jugendlichen zu treten. Wer nützt den Skaterplatz wirklich zum Sporteln? Wer will sich dort hauptsächlich betrinken und ungestört seinen Frust durch Zerstörung abbauen?
GUTe Ideen sind gefragt
Anstatt sich mit der Lage abzufinden oder einfach zur Bestrafung von unschuldigen Jugendlichen Geräte zu entfernen, müssen Ideen her. Aus dem Areal am Stieranger könnte eine riesige Sportanlage werden, auf der auch andere Sportarten wie Badminton, Basketball etc. ausgeübt werden können. Wie wär’s mit einem Beachvolleyball Platz, den man auch ohne Vereinsmitgliedschaft benützen darf? Womöglich können auch die Hallen genützt werden. Verantwortliche Personen, die regelmäßig die Sportanlage besuchen, haben einen Überblick, was dort passiert und können auch eingreifen, falls es zu Ausschreitungen kommt.

Der Skaterplatz in Freistadt
Was in Freistadt nicht möglich ist, existiert bereits seit Jahren in den Nachbarorten wie Gutau, Wartberg und Unterweitersdorf: eine Sportanlage, die öffentlich zugänglich ist, beaufsichtigt wird und wo nichts mutwillig zerstört wird.

Der Skaterplatz in Gutau