Umwelt-Tipp: Mode mit Zukunft wählen
publiziert amFreitag, 15. Januar 2010Im Ausverkauf gibt es Mode zu Spottpreisen. Der Verbrauch an Textilien steigt und mit ihm verschlechtern sich Arbeitsbedingungen und Umwelt-Auswirkungen. Ökomode ist die umweltfreundliche Alternative.
Die Herstellung von herkömmlichen Textilien ist mit massiven ökologischen und sozialen Problemen verbunden. Kinderarbeit und eine hohe Wochenstundenzahl bei miesesten Löhnen sind an der Tagesordnung. Für die Produktion von 1 Kilo Baumwolle werden bis zu 29.000 Liter Wasser benötigt. Auch der Energiebedarf für die Herstellung von Textilien ist hoch, für 1 kg Polyester werden ca. 3 Liter Erdöl verbraucht. Doch wie viele Ressourcen im Textil wirklich stecken, verrät kein Etikett.
Reizende Wäsche
Eine lange „Zutatenliste“ braucht es für ein T-Shirt, das gebleicht, gefärbt, knitterfrei und hygienisch ausgerüstet ist. 7.300 Hilfs- und Ausrüstungsmittel sind für die Herstellung von Textilien erlaubt. Viele gelangen ungeklärt ins Abwasser, manche reizen die Haut und lösen sogar Allergien aus. Wer hautreizende Substanzen vermeiden möchte, kauft am besten ökologisch.
Die Fasern der Zukunft
Welche Faser ist die Ökofaser Nr.1? Die Antwort ist nicht einfach – “die umweltberatung” hat Ökobilanzen recherchiert und empfiehlt die Naturfasern Biobaumwolle, Hanf und die Zellulosefaser Tencel. Mit Einkaufsadressen, einem Labelkatalog und Hintergrundinfos zur Textilproduktion unterstützen wir Sie beim Kauf der Mode mit Zukunft.
Weitere Informationen:
Downloads
Handbuch: ecofashion – Mode mit Zukunft! [PDF 1 MB]
Katalog: Ökotextil-Labels in Österreich [PDF 2,8 MB]
Methodenset: ecofashion – Mode mit Zukunft! [PDF 4,57 MB]
Infoblatt: Ökotextilien – gesunde, faire Mode [PDF 230 KB]
Broschüre: FAIRdammt gut gekleidet! [PDF 1,8 MB]
Bestellung
Die Broschüre FAIRdammt gut gekleidet! ist gegen Versandkosten erhältlich: im Online-Shop oder bei “die umweltberatung” NÖ, Tel.: 027 42/718 29, niederoesterreich@umweltberatung.at
Das Projekt “ecofashion” wird im Rahmen der Programmlinie „Fabrik der Zukunft“ durchgeführt. Diese Programmlinie wird im Auftrag des Bundesministeriums für Verkehr, Innovation und Technologie durch die Forschungsförderungsgesellschaft abgewickelt.