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Die Jugend denkt voraus

publiziert amMontag, 31. Mai 2010
Autor: Nikolai Moser

Unter dem Motto „Arbeit – Konsum – Mensch“ fand von 14. bis 16. Mai 2010 bereits zum dritten Mal das Windhaager Jugendsymposium statt. Über 40 Jugendliche tauschten ihre Ideen für eine nachhaltige Zukunft aus, erarbeiteten Thesen und Forderungen und diskutierten diese mit PolitikerInnen und der Windhaager Bevölkerung.

Nicht die Arbeit, nicht der Konsum, sondern der Mensch muss wieder in den Mittelpunkt gestellt werden.“, appelliert der ehemalige Windhaager Bürgermeister, Energie-Pionier und Initiator des Jugendsymposiums, Alfred Klepatsch, an das Publikum. Den jungen TeilnehmerInnen des 3. Jugendsymposiums sprach er damit aus der Seele.

In vier verschiedenen Workshops hatten sie sich ein Wochenende lang gemeinsam mit hochkarätigen ReferentInnen mit den Themen „Arbeit und Lebensglück“, „Konsum und Macht“, „Arbeit im Hamsterrad“ und „Nachhaltige Unternehmensführung“ auseinander gesetzt. Das Ziel war, über den Tellerrand zu blicken und neue Visionen zu entwickeln, aber auch konkrete Forderungen zu erarbeiten.

Um aus dem „Hamsterrad Arbeit“ auszubrechen wurde zum Beispiel eine Reduktion der Wochenarbeitszeit und ein bedingungsloses Grundeinkommen diskutiert. Die Ungleichheit der Vermögensverteilung sollte durch Vermögens- und Ökosteuern ausgeglichen werden, um gleichzeitig wichtige Investitionen in das Bildungs- und Sozialsystem, die Energiewende und die Entwicklungszusammenarbeit zu ermöglichen.

Auch an sich selbst stellten die Jugendlichen Forderungen: Das ersparte Geld nachhaltig zu veranlagen, aber auch Zivilcourage zu zeigen und sich politisch zu engagieren.

Um die Thesen und Forderungen mit den Jugendlichen zu diskutieren, kamen PolitikerInnen aller Parteien nach Windhaag. Bei manchen Themen gab es von allen Seiten Zustimmung, andere wurden von den politischen VertreterInnen mit Skepsis betrachtet. Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner war mit der Forderung nach Vermögenssteuern nicht sehr glücklich, zeigte sich aber vom hohen inhaltlichen Niveau der Veranstaltung beeindruckt.

Ein bekanntes Gesicht in Windhaag ist mittlerweile Umweltlandesrat Rudi Anschober. Er war bisher bei jedem Jugendsymposium dabei und hatte auch inhaltlich einen gewissen „Heimvorteil“.

Zum Abschluss wurde die Windhaager Bevölkerung eingeladen, sich von der Arbeit der vergangenen Tage zu überzeugen. Die Thesen wurden vorgestellt, und in einem „Sinnesparcours“ konnten regionale Produkte verkostet werden.

Trotz des dichten Programms und der komplexen Inhalte war das Jugendsymposium durchwegs von positiver Energie und einem Geist der Veränderung geprägt. Mit Begeisterung und Elan gingen die TeilnehmerInnen an die Themen heran und versuchten, Denkbarrieren zu überwinden.
In Windhaag denkt die ­Jugend vor – hoffen wir, dass die Politik nachdenkt!

Nikolai Moser studiert Geschichte und Rechtswissenschaften an der Universität Wien und ist für GUT stellvertretendes Mitglied im Verkehrsausschuss.

Das Zukunftsforum Windhaag

Das Jugendsymposium des „Zukunftsforums Windhaag“ fand zum ersten Mal 2008 unter dem Motto „Energie-Klima-Kostengerechtigkeit“ statt und stieß bei allen Seiten auf begeisterte Rückmeldungen. Das Thema 2009 lautete „Wirtschaft-Ressourcen-Entwicklung“.

Hinter dem Zukunftsforum steht der Verein Energie Bezirk Freistadt, der an einer nachhaltigen und zukunftsfähigen Energieversorgung für den Bezirk Freistadt arbeitet.

In den Monaten vor dem Symposium hielten die ReferentInnen des Zukunftsforums 33 Workshops zum diesjährigen Thema ab und erreichten damit ca. 600 junge Menschen.

Die GUT-Mandatare Jakob Luimpöck und Nikolai Moser waren dieses Jahr wieder dabei – natürlich nur als Jugendliche, nicht als Politiker ;-)

Informationen im Internet

Jugend und Sport

publiziert amSonntag, 23. August 2009
Autor: Johannes Peherstorfer

Im Bereich „Jugend und Sport“ hat sich in den letzten sechs Jahren viel getan. Durch unsere aktive Mitarbeit im Ausschuss konnte viel bewirkt werden. Ich möchte nur ein paar Highlights aufzählen:

  • Die neue Bezirkssporthalle konnte nach vielen Verhandlungen und Gesprächen mit Schulen und Vereinen fertig gestellt werden und sie ist aus der Sportwelt der Region nicht mehr wegzudenken.
  • Das Jugendzentrum war oft gefährdet und die Finanzierung unsicher. Unsere Unterstützung war immer und wird immer ein ganz wichtiges Anliegen sein.
  • Die Übersiedlung des Eislaufplatzes vom Tennisplatz zum jetzigen Standort vor der Bezirksporthalle war eine harte Nuss. Nicht alle Wünsche konnten erfüllt werden. Die Nutzung der vorhandenen Infrastruktur und damit verbundene Synergien waren für uns ganz entscheidend das Projekt in diese Richtung zu unterstützten.
  • Nicht zuletzt konnten einige Verbesserungen für das Sport- und Freizeitangebot in Freistadt erreicht werden: der vorläufige Standort des Skaterplatzes (hier muss sicher noch eine Änderung erreicht werden), die Errichtung der neuen Beach-Ball-Anlage (auch hier gibt es noch ein paar offenen Fragen) und die Verlegung und Vergrößerung des Mountainbike-Parcours.

Der Skaterplatz

publiziert amSonntag, 23. August 2009
Autor: Jakob Luimpöck

Viele Freistädter Jugendliche sind motiviert Sport zu betreiben und wünschen sich geeignete Plätze, wo sie ihren Lieblingssport ausüben können. In den letzten Jahren konnte man Ansätze beobachten, den sportbegeisterten Jugendlichen diesen Wunsch zu erfüllen, doch irgendwie wurden die Ziele oft verfehlt. Das Problem liegt auf der Hand: Es fehlt an der Kommunikation zwischen Jugendlichen und den Vertretern der Gemeinde.

Mangelnde Kommunikation und fehlender direkter Dialog mit den betroffenen Jugendlichen führen zu Fehlentscheidungen. Es wird hoher Aufwand betrieben, doch die Ergebnisse sind nicht effektiv.

Ein Paradebeispiel dafür ist der Skaterplatz in Freistadt, der in den letzten 10 Jahren mehrmals seinen Standort gewechselt hat. Zurzeit befindet er sich am Stieranger auf dem ehemaligen Areal der Viehzuchthalle. Da es zu Verunreinigungen und Zerstörung des Geländes kam, wurden zur Strafe drei Geräte vom Skaterplatz entfernt.

Ist das die Lösung des Problems?

Von nun an können die Skater diesen Platz nicht mehr wirklich nützen, weil drei wichtige Rampen fehlen. Jene Jugendliche, die den Platz als reinen Aufenthaltsort sehen, kümmert es wenig, wie viele Geräte aufgestellt sind und können ihren Vandalismus fortsetzen. Das Müllproblem ist nach wie vor vorhanden.

Um zu einer langfristigen Lösung zu kommen, ist es notwendig in einen Dialog mit den Jugendlichen zu treten. Wer nützt den Skaterplatz wirklich zum Sporteln? Wer will sich dort hauptsächlich betrinken und ungestört seinen Frust durch Zerstörung abbauen?

GUTe Ideen sind gefragt

Anstatt sich mit der Lage abzufinden oder einfach zur Bestrafung von unschuldigen Jugendlichen Geräte zu entfernen, müssen Ideen her. Aus dem Areal am Stieranger könnte eine riesige Sportanlage werden, auf der auch andere Sportarten wie Badminton, Basketball etc. ausgeübt werden können. Wie wär’s mit einem Beachvolleyball Platz, den man auch ohne Vereinsmitgliedschaft benützen darf? Womöglich können auch die Hallen genützt werden. Verantwortliche Personen, die regelmäßig die Sportanlage besuchen, haben einen Überblick, was dort passiert und können auch eingreifen, falls es zu Ausschreitungen kommt.

Der Skaterplatz in Freistadt

Der Skaterplatz in Freistadt

Was in Freistadt nicht möglich ist, existiert bereits seit Jahren in den Nachbarorten wie Gutau, Wartberg und Unterweitersdorf: eine Sportanlage, die öffentlich zugänglich ist, beaufsichtigt wird und wo nichts mutwillig zerstört wird.

Der Skaterplatz in Gutau

Der Skaterplatz in Gutau