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Weltkulturerbe Freistadt?

publiziert amSonntag, 06. September 2009
Autor: Klaus Elmecker

Was haben die Städte Krumau (Schauplatz der OÖ Landesaustellung 2013) und Telc (Schauplatz der NÖ Landesaustellung 2009) der Altstadt von Freistadt (Schauplatz der OÖ Landesaustellung 2013) voraus?

Sie sind Teil des UNESCO -Weltkulturerbes. Sie wurden in die Welterbeliste aufgenommen weil sie herausragende universelle Bedeutung aus historischen, künstlerischen oder wissenschaftlichen Gründen haben.

Bei der Entscheidung über die Aufnahme werden die übergreifenden Kriterien der Einzigartigkeit, der Authentizität (historische Echtheit) und der Integrität (Unversehrtheit) angewendet in Verbindung mit einem oder mehreren von insgesamt 10 UNESCO Kriterien.

Die Altstadt von Freistadt ist einzigartig mit seiner Befestigungsanlage, vor allem in Form des fast zur Gänze erhaltenen Stadtgrabens. Damit ist auch die Anforderung der Unversehrtheit weitestgehend erfüllt. Die historische Echtheit ist unbestritten.

Die einzigartige Innenstadt von Freistadt

Die einzigartige Innenstadt von Freistadt von oben

Punkt 3 der UNESCO-Kriterien fordert: Die Güter stellen ein einzigartiges oder zumindest außergewöhnliches Zeugnis von einer kulturellen Tradition oder einer bestehenden oder untergegangenen Kultur dar.

Punkt 4 der UNESCO-Kriterien fordert: Die Güter stellen ein hervorragendes Beispiel eines Typus von Gebäuden, architektonischen oder technologischen Ensembles oder Landschaften dar, die einen oder mehrere bedeutsame Abschnitte der Geschichte der Menschheit versinnbildlichen.

Das Mittelalter von Freistadt unter den Schutz der UNESCO stellen? Welche Vorteile könnte diese Stadt daraus ziehen? („Mit dem Beitritt zur Konvention verpfl ichten sich die Vertragsstaaten, die Schutzund Erhaltungsmaßnahmen der Welterbestätten auf ihrem Hoheitsgebiet eigenständig zu finanzieren.“) Gibt es Nachteile davon?

GUT wünscht eine sachliche, seriöse Diskussion zu diesem Thema. Sie könnte mit der Frage beginnen: Was hat Freistadt, was Krumau und Telc nicht haben?

Verkehrsberuhigung Innenstadt

publiziert amSonntag, 23. August 2009
Autor: Oskar Stöglehner

15 Jahre, und schon eine Chance in Sicht!

Nach jahrelangem Streit um Verkehrsberuhigungsmaßnahmen in der Innenstadt – Fußgängerzone Eisengassenviertel ja oder nein – der verbissene Kampf um jeden einzelnen Parkplatz – Gegenverkehrs- und Einbahnregelungen – es gab einfach kein Miteinander.

Der letzte Versuch des Verkehrsausschusses für einen Probebetrieb FUZO Eisengasse im Sommer 2007 war gerade im Gemeinderat gescheitert. Da wurde von GUT als letzte Rettung der Vorschlag in die Debatte eingebracht, das Schweizer Modell der Begegnungszone als Pilotversuch zu übernehmen und an die österreichischen Verhältnisse anzupassen. Daraus wurde sofort einmal nichts, was auch verständlich war. Aber 2008 kam dieses Modell als Pilotprojekt der Wirtschaftskammer, abgestimmt mit der Verkehrsabteilung des Landes, wieder auf den Tisch. Im Juni 2009 wurde es im Gemeinderat beschlossen. Freistadt beteiligt sich mit Linz, Ottensheim und Unterach am Pilotprojekt „Zentrumszone“.

Es könnte eigentlich schon losgehen! Ein Spatenstich wird dafür ja nicht notwendig sein?

Lebendige (Alt-)Stadt

publiziert amSonntag, 23. August 2009
Autor: Oskar Stöglehner

Worauf es uns ankommt: Die Rolle der Altstadt als Mittelpunkt des öffentlichen Lebens bewusst machen und die Stadt als Ort der Begegnung aufwerten.

  • Belebung der Altstadt durch neue Nutzungen – neues Leben statt Ruinen erhalten
  • mehr Platz für Menschen statt Autos, autofreie Zonen schaffen
  • Erhaltung und Verbesserung des urbanen Charakters für Wohnnutzung, Einzelhandel, Tourismus und Kultur
  • Verborgene Schätze und Kulturgüter hervorholen – für Einheimische und Touristen sichtbar machen
  • Sonnenenergienutzung in der Altstadt – das 21. Jhdt in der Stadt erkennbar machen!

Wie sich im Lauf der Jahrhunderte die Nutzungserfordernisse der historischen Bausubstanz geändert und immer wieder der Zeit angepasst haben, ist es auch heute Gebot der Zeit, den HausbesitzerInnen und BewohnerInnen der Altstadt durch Re-vital-isierung und Einbringen neuer architektonischer oder technischer Elemente zeitgemäßen Wohnkomfort zu ermöglichen.

Dafür habe ich mich in den letzten sechs Jahren im Rahmen der Altstadtkommission eingesetzt. Die Überarbeitung und Neufassung der Gestaltungssatzung als Teil des Bebauungsplanes Altstadt (im Gemeinderat im Februar 2007 nach zwei Jahren „Knochenarbeit“ einstimmig beschlossen) ist die Grundlage für die notwendige sanfte Erneuerung, ohne die baukulturelle Identität der Stadt zu opfern.