Lichtverschmutzung

publiziert am 29. Juni 2010
Tipps von Barbara Finkenstädt aus: http://www.umweltberatung.at

Die künstliche Beleuchtung der Außenräume nimmt zu, und damit steigt auch die Beeinträchtigung der Pflanzen- und Tierwelt sowie der menschlichen Gesundheit.

Wenn der Sommer auch wirklich zum Sommer wird, können Sie die lauen Abende und sternenreichen Nächte draußen genießen. Je mehr Lichter dabei aber im Garten und auf Terrassen leuchten, desto mehr sind Tiere und Pflanzen irritiert.

Beeinträchtigung der Tierwelt

Zwei Drittel aller Zugvögel ziehen in der Nacht. Sie werden durch die Lichtverschmutzung vom Kurs abgelenkt und können zu Tausenden an beleuchteten, hohen Objekten kollidieren. An einem 300 Meter hohen Fernsehturm in den USA sind im Rahmen einer 29 Jahre dauernden Langzeitstudie 121.560 Vogel tödlich verunglückt. Nachtfalter oder Glühwürmchen benötigen die Dunkelheit zur Nahrungssuche oder Fortpflanzung.

Das Licht holt die Sterne vom Himmel

Die ständig wachsende Lichterflut der Städte verwehrt uns zunehmend den Blick in die Tiefen des Weltalls. Diese Entwicklung ist dramatisch: Es gibt nur mehr wenige Stellen auf unserer Erde, an denen die obere Hälfte der Umwelt, der Sternenhimmel, ganz ohne Lichtverschmutzung erlebbar ist!

Gesunder Schlaf in dunklen Nächten

Die Lichtverschmutzung beschäftigt auch die MedizinerInnen. Denn der Tag-Nacht-Rhythmus steuert unsere biologischen Uhren. Überdosiertes, künstliches Licht ist ein Störfaktor und bewirkt im Gehirn eine geringere Ausschüttung von Melatonin, das stresshemmend wirkt. Dies kann Schlafstörungen und weitere gesundheitliche Schäden zur Folge haben.

Nacht im Garten lassen

Es ist nicht schwierig, die Nacht im Garten zu lassen. Ein paar Tricks bei der nächtlichen Beleuchtung reichen aus, um die Belastung so gering wie möglich zu halten.

Downloads:

Allianz gegen Lichtverschmutzung

Die Aufhellung des Nachthimmels durch künstliche Beleuchtung wird Lichtverschmutzung genannt und hat viele negative Folgen. Deshalb haben 16 Organisationen aus den Bereichen Umwelt- und Naturschutz, Medizin, Bildung und Astronomie ein Positionspapier dazu erarbeitet. Sie fordern darin, die Beleuchtung auf das notwendige Maß zu beschränken und Lampen einzusetzen, die das Licht nicht nach oben abstrahlen.

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