Archiv für die Kategorie ‘Verkehr’

FahrRad in Freistadt

publiziert amSonntag, 13. Juni 2010

Am 12. Juni 2010 fand unsere Veranstaltung “Fahr Rad in Freistadt” am Hauptplatz statt. Großes Interesse herrschte am kostenlosen Fahrrad-Service sowie an der Möglichkeit, Elektrofahrräder zu testen. Fahrrad-Service und Elektrofahrräder wurden von der Fa. Rotschne zur Verfügung gestellt.

Zentrumszone Freistadt

publiziert amDonnerstag, 03. Juni 2010
Autor: Oskar Stöglehner

Seit November 2009 ist die Innenstadt als Zentrumszone deklariert. Dieser Pilotversuch funktioniert mangels klarer Kommunikation noch nicht wie gewünscht.

Pilotversuch in vier oberöster­reichischen Gemeinden

Der Pilotversuch Zentrumszone wird in den vier Gemeinden Unterach, Ottensheim, Freistadt und Linz durchgeführt. Ziel ist eine Änderung der Straßenverkehrsordnung. Der Pilotversuch dauert ein Jahr, in Freistadt bis November 2010.

Sinn und Vorteil der Zentrums­zone

Die gemeinsame Nutzung der Verkehrsflächen durch Fußgänger- und Fahrzeugverkehr bringt eine deutliche Er­weiterung des Verkehrsraums für Fußgänger und ist Instrument zur Verbesserung der Barrierefreiheit. Dabei wird die niveaugleiche Ausführung der Verkehrsfläche empfohlen, aber nicht vorgeschrieben.

Parken ist nur auf markierten Parkflächen erlaubt, die maximale Fahrgeschwindigkeit beträgt 20km/h. Zufahrtsmöglichkeiten und Erreichbarkeit mit Fahrzeugen sind in einer Zentrumszone gewährleistet.
Eine Zentrumszone bietet der Stadt mehr Möglichkeiten zur attraktiven Gestaltung des Straßenraums, im Gegensatz zu Wohnstraßen befinden sich keine spielenden Kinder auf der Fahrbahn.

Für Geschäftsleute bringt eine Zentrumszone weniger harte Einschnitte als eine Fußgängerzone, die Zentrumszone kombiniert die Vorteile und vermeidet Nachteile von Fußgängerzone, Wohnstraße und 30 km/h-Zone.

Wir freuen uns, dass auf Umwegen über die Wirtschaftskammer ein Vorschlag aufgegriffen wurde, den wir schon 2007 im Gemeinderat als Schlichtungsversuch einbrachten, als wieder einmal ein Antrag für den Probebetrieb einer Fußgängerzone Eisengasse zu einem heftigen Streit geführt hatte.

Für Freistadt ist die Zentrumszone vielleicht eine Möglichkeit, den ewigen Streit um Verkehrsberuhigung, Fußgängerzone, autofreie Innenstadt in einer Form beizulegen, die breite Akzeptanz finden kann.

Oskar Stöglehner ist Gründungsmitglied von GUT und seit 1997 Stadtrat für Raumplanung. Er hat die Zentrumszone 2007 ins Gespräch gebracht.

Fahr Rad in Freistadt

publiziert amMittwoch, 02. Juni 2010
Autor: Oskar Stöglehner

Samstag 12. Juni 2010, 9:00 – 12 Uhr, Hauptplatz

Treffen wir uns – wenn möglich gut sichtbar mit einer Warnjacke – mit dem Fahrrad am Hauptplatz! Wir bieten einen Fahrrad-Check, Probefahren von Elektrofahrrädern, gemeinsame Kurztouren durch
Freistadt und Erfrischungsgetränke!

GUT hat sich immer für den nichtmotorisierten Verkehr stark gemacht. Wir laden Sie ein, am 12. Juni mit Ihrem Fahrrad in die Altstadt zu kommen. Zeigen wir Stärke und treten wir als Fahrrad­lobby auf.

Überprüfen Sie einmal, was Ihnen beim Radfahren fehlt oder was verbessert werden kann, gerne nehmen wir Ihre Ideen und Vorschläge auf. Nützen Sie die Gelegenheit Ihr Fahrrad von einem Spezialisten kostenlos überprüfen zu lassen, oder testen Sie ein Elektrorad. Wir bieten geführte Rundfahrten durch das Stadtgebiet an. Erkunden wir die Stadt einmal aus einer anderen Perspektive!

Zuerst das Positive

In Freistadt gibt es doppelt so viele Radler/innen – bezogen auf die Wohnbevölkerung – als im OÖ-Schnitt. Viele Schüler/innen und Jugendliche fahren Rad. Mit dem Rad ist man innerstädtisch meist schneller unterwegs als auf vier Rädern. Maßnahmen wie der Mehrzweckstreifen in der Zemannstraße, das Öffnen der Einbahnen in der Altstadt, Rad­fahrstreifen in der Eisengasse und Schmiedgasse und die 30-km/h-Zonen abseits der Hauptstraßen begünstigen das Rad­fahren und helfen Autoverkehr zu vermeiden.

Nicht zuletzt ein – beinahe – durchgehendes Netz von weniger stark befahrenen Seitenstraßen und Wegen animiert zur Nutzung des Rades für Zweckfahrten und Naherholung.  Und allmählich finden sich in der Stadt brauchbare Radabstellplätze, wenn auch spärlich und manchmal auf schmalen Gehsteigen absolut deplatziert.

Die Gemeinde hat im Vorjahr über die Förderaktion des Landes ein erstes Elektrofahrrad als Dienstfahrrad angekauft. Man sieht es leider kaum im Verkehrsgeschehen der Stadt.

Das weniger Erfreuliche

Viele Radfahrer/innen fühlen sich auf Mehrzweckstreifen wie in der stark befahrenen Linzer Straße nicht sicher. Wir hoffen auf Verbesserung durch den Rückbau der Durchzugsstraße. Als bedrohlich wird die Nichteinhaltung des Tempolimits in den meist widerrechtlich verparkten 30 km/h-Zonen empfunden.

Die Erneuerung  teils ungeeigneter Radständer geht schleppend voran oder lässt überhaupt auf sich warten. Die Stadt gibt dabei kein gutes Beispiel: Eine 2008 (!) als Ergebnis des Projektes „Fahr Rad in Freistadt“  (Stadtgemeinde, Land OÖ., Klimabündnis, Initiative FahrRad OÖ) empfohlene und auch beschlossene Anschaffung von Radständern für die Innenstadt lässt bis heute auf sich warten und verärgert auch Geschäftsleute, die sich der Aktion anschließen wollten. Wird die Anschaffung von ein paar Radständern nun an der Finanzkrise scheitern?

Gegenwarts- und Zukunfts­perspektiven

Die Abarbeitung der Maßnahmenvorschläge aus dem genannten Projekt soll mehr Sicherheit im Radverkehr bringen. Das Eingehen auf Bedürfnisse der Jugendmobilität motiviert zur Mitarbeit. Zwischen Surfen, Scootern und E-Bikes (mit Solarstromtankstellen) gibt es jede Menge kreative Ideen zur Bewältigung der speziellen Mobilitäts­ansprüche. Ignorieren wir als Kommune diese Ansprüche, treiben wir die Jugend in den teuren motorisierten Individualverkehr.