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	<title>GUT für Freistadt &#187; Miteinander Leben</title>
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	<description>Kommunalpolitische Akzente</description>
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		<title>Migration und Integration: die Normalität des Fremden</title>
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		<pubDate>Mon, 14 May 2012 16:06:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hermine Moser</dc:creator>
				<category><![CDATA[Miteinander Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Heimat]]></category>
		<category><![CDATA[Integration]]></category>
		<category><![CDATA[Integrationsleitbild]]></category>
		<category><![CDATA[Migration]]></category>

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		<description><![CDATA[Autorin: Hermine Moser.

In Freistadt leben Menschen aus 36 verschiedenen Nationen.
2008 wurde das Integrationsleitbild mit dem Titel „Einbeziehen statt einordnen“ von der Landesregierung OOE beschlossen. Viele engagierte Einzelpersonen, zivilgesellschaftliche und politische Gruppen und Gremien arbeiteten bei der Entwicklung des Leitbildes mit.
Zur Förderung der gemeindenahen Integration wurden Stadtgemeinden aufgefordert, mit der Agenda Integration eine/n Stadträtin/Stadtrat zu beauftragen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<address>Autorin: Hermine Moser.<br />
</address>
<p>In Freistadt leben Menschen aus 36 verschiedenen Nationen.</p>
<p>2008 wurde das Integrationsleitbild mit dem Titel „Einbeziehen statt einordnen“ von der Landesregierung OOE beschlossen. Viele engagierte Einzelpersonen, zivilgesellschaftliche und politische Gruppen und Gremien arbeiteten bei der Entwicklung des Leitbildes mit.</p>
<p>Zur Förderung der gemeindenahen Integration wurden Stadtgemeinden aufgefordert, mit der Agenda Integration eine/n Stadträtin/Stadtrat zu beauftragen und dem Thema Integration somit die gebührende Beachtung zu geben. Denn auf Gemeindeebene müssen alle gesetzten Maßnahmen konkret umgesetzt werden – im direkten Kontakt mit den betroffenen Menschen. Das Sichtbarwerden von Migrant/innen im öffentlichen Raum und das Bewusstmachen des Themas Migration ist in diesem Prozess eine der wichtigsten Maßnahmen.</p>
<p>In Freistadt wurde das Thema Integration vom Ausschuss für Soziales und Wohnen übernommen. Das bedeutet aber nur, dass von einem Ausschuss bzw. von einer verantwortlichen Person (Stadtrat) wesentliche Impulse bzw. die Koordination für übergreifende Maßnahmen für das Querschnittthema Integration ausgehen sollen. Denn Integration muss letztlich Teil aller politischen Arbeitsbereiche, d. h. Thema in allen politischen Ausschüssen sein.</p>
<p>Die Integrationsstelle des Landes OOE, welche die Gemeinden bei integrationspolitischen Maßnahmen unterstützt, betrachtet Vernetzungsarbeit als eine wesentliche Aufgabe. Zur Stärkung der gemeindenahen Integrationsarbeit wird jährlich eine Landesintegrationskonferenz abgehalten, zu der Vertreter/innen aus den verschiedensten Bereichen in regelmäßigen Abständen zum Austausch über Integrationsfragen zusammen kommen.</p>
<h3>Landesintegrationskonferenz 2012</h3>
<p>Die <strong>5. Landesintegrationskonferenz</strong> am 9. Mai 2012 von 10:00 Uhr – 14:00 Uhr im Wissensturm in Linz war dem Thema <strong>„Heimat und Identität“</strong> gewidmet. Ziel ist, dass sich eine interessierte Öffentlichkeit bildet, die bereit  ist, überkommene Bilder von „Fremdheit“ in Frage zu stellen und einen  konstruktiven Diskurs „von unten“ zu starten. Dieser soll eine  zukunftsweisende Integrationspolitik unter Einbeziehung aller Menschen  zur Folge haben.</p>
<p>Drei Personen aus Freistadt nahmen an der Konferenz teil, eine Vertreterin der Volkshilfe, eine Mitglied des Freistädter Frauentreffs und Hermine Moser von der Gruppe GUT. Alle drei Personen haben keinen direkten Zugang zu politischen Entscheidungen.</p>
<p>Politische Entscheidungsträger/innen der Stadt Freistadt, auch der mit Integration beauftragte Stadtrat, ließen sich diese einmalige Gelegenheit, den persönlichen Horizont zu erweitern und Kontakte für eine effektive Integrationsarbeit zu knüpfen, entgehen.</p>
<p>In der nächsten Zeit folgt eine inhaltliche Darstellung der drei Vorträge auf der Konferenz.</p>
<p><strong>Kann es Heimaten geben?</strong><br />
Von kulturellen Rucksäcken, von Traditionen und Ordnungen<br />
Univ. Prof. Mag. Dr. Christoph Ulf, Historiker, Universität Innsbruck</p>
<p><strong>Im Herzen Österreicher sein, Deutsch lernen und natürlich Leistung …<br />
</strong>Über die Ideologie des Monolingualismus in aktuellen Integrationsdebatten und ihre Folgen<br />
Mag.a Petra Neuhold, Soziologin und Kommunikationswissenschaftlerin, Universität Wien</p>
<p><strong>Hybride Identitäten von Muslimen in Europa im Kontext der Debatte um Integration und Zugehörigkeit<br />
</strong>Dr.in Naika Foroutan, Sozialwissenschaftlerin, Humboldt-Universität Berlin, Trägerin des Berliner Integrationspreises 2011</p>
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		<title>Woche des Grundeinkommens</title>
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		<pubDate>Thu, 08 Sep 2011 16:31:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Barbara Finkenstädt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Miteinander Leben]]></category>

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		<description><![CDATA[Vom 19. – 25. September 2011 findet die 4. Internationale Woche des Bedingungslosen Grundeinkommens statt. Freistadt ist mit GUT, dem Freiem Radio Freistadt, der local-Bühne Freistadt vorne mit dabei!
Gabi Spiegl (Freies Radio Freistadt) und ich haben am Runden Tisch Grundeinkommen in Wien teilgenommen und damit unser Engagement in einen größeren Zusammenhang gestellt.
Wir freuen uns auf [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vom 19. – 25. September 2011 findet die 4. Internationale Woche des Bedingungslosen Grundeinkommens statt. Freistadt ist mit GUT, dem Freiem Radio Freistadt, der local-Bühne Freistadt vorne mit dabei!</p>
<p>Gabi Spiegl (Freies Radio Freistadt) und ich haben am Runden Tisch Grundeinkommen in Wien teilgenommen und damit unser Engagement in einen größeren Zusammenhang gestellt.</p>
<p>Wir freuen uns auf viele Besucher der beiden Veranstaltungen und Zuhörer bei den Radiosendungen.</p>
<p><strong>Mittwoch, 21.9.2011,</strong> 18:00 Uhr, KINO/Localbühne Freistadt, Salzgasse 25<br />
Film: Grundeinkommen &#8211; ein Kulturimpuls.</p>
<p><strong>Donnerstag, 22.9.2011</strong>, 19:00 &#8211; 21:00 Uhr, Salzhof Freistadt, Salzgasse 15<br />
Impulsreferat von Markus L. Schlagnitweit (ksoe) und Podiumsdiskussion</p>
<p>Die beiden Veranstaltungen werden von GUT und dem Freien Radio Freistadt organisiert.</p>
<p>Allgemeine Information über diese Woche und alle anderen Veranstaltungen im Folder: <a href="http://www.gutfreistadt.at/wp-content/uploads/2011/09/GE_Flyer_2011_30.AUGUST.pdf"></a><a href="http://www.gutfreistadt.at/wp-content/uploads/2011/09/GE_Flyer_2011.pdf">GE_Flyer_2011</a></p>
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		<title>Film-Matinee: Bedingungsloses Grundeinkommen</title>
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		<pubDate>Sat, 14 May 2011 21:22:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Barbara Finkenstädt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Miteinander Leben]]></category>

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		<description><![CDATA[Organisiert von: Barbara Finkenstädt

GUT lädt ein: Bedingungslos glücklich &#8211; Freiheit und Grundeinkommen.
Eine Filmdokumentation (DE, 2010, 43 Min) von Ilona Kalmbach und Sabine Jainski.
Sonntag, 22. Mai 2011, Beginn: 11:00 Uhr, Kino Freistadt. Freier Eintritt!

Im Anschluss an den Film steht uns Matthias Reichl, der sich seit 26 Jahren für ein Grundeinkommen engagiert, für eine Diskussion zur Verfügung.
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<address>Organisiert von: Barbara Finkenstädt<br />
</address>
<p><strong>GUT lädt ein: Bedingungslos glücklich &#8211; Freiheit und Grundeinkommen.</strong></p>
<p>Eine Filmdokumentation (DE, 2010, 43 Min) von Ilona Kalmbach und Sabine Jainski.</p>
<p><strong>Sonntag, 22. Mai 2011, Beginn: 11:00 Uhr, Kino Freistadt. Freier Eintritt!<br />
</strong></p>
<p>Im Anschluss an den Film steht uns Matthias Reichl, der sich seit 26 Jahren für ein Grundeinkommen engagiert, für eine Diskussion zur Verfügung.</p>
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		<title>GRUNDEINKOMMEN &#8211; Der Film</title>
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		<pubDate>Tue, 15 Feb 2011 17:25:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Barbara Finkenstädt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Miteinander Leben]]></category>

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		<description><![CDATA[von: Barbara Finkenstädt und Martin Borovansky
GUT lädt ein: So. 27. Februar, 11 Uhr, Kino Freistadt, Eintritt frei!
Film-Essay von Daniel Häni und Enno Schmidt; ca. 100 Min
Das bedingungslose Grundeinkommen ist ein, auch in  Österreich, heftig umstrittenes Thema. Links wie Rechts gibt es  Unterstützung für und Kritik am Grundeinkommen. Während BefürworterInnen  argumentieren, dass das [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>von: Barbara Finkenstädt und Martin Borovansky</p>
<p>GUT lädt ein: So. 27. Februar, 11 Uhr, Kino Freistadt, Eintritt frei!</p>
<p>Film-Essay von Daniel Häni und Enno Schmidt; ca. 100 Min</p>
<blockquote><p>Das bedingungslose Grundeinkommen ist ein, auch in  Österreich, heftig umstrittenes Thema. Links wie Rechts gibt es  Unterstützung für und Kritik am Grundeinkommen. Während BefürworterInnen  argumentieren, dass das bedingungslose Grundeinkommen u. a. dazu  beiträgt Armut zu bekämpfen, schlechtbezahlte Arbeit attraktiver zu  machen und Arbeitslosigkeit zu entstigmatisieren, weisen GegnerInnen auf  ungeklärte Finanzierungsfragen hin und kritisieren das Grundeinkommen  als reines Konsumeinkommen, das Arbeit entwertet und letztlich nicht  mehr als eine Art &#8220;Schlaraffenland-Utopie&#8221; sei.</p></blockquote>
<p><em>GRUNDEINKOMMEN &#8211; DER FILM</em> ist ein Plädoyer für das bedingungslose Grundeinkommen.</p>
<p>Eine Veranstaltung in Zusammenarbeit von <em>Localbühne Freistadt</em> und <em>GUT für Freistadt</em>.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-741" title="Grundeinkommen_Plakat-k" src="http://www.gutfreistadt.at/wp-content/uploads/2011/02/Grundeinkommen_Plakat-k.jpg" alt="" width="450" height="636" /></p>
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		<title>Grundlos und bedingungslos wie die Liebe: Ein Einkommen für jeden Menschen</title>
		<link>http://www.gutfreistadt.at/index.php/grundlos-und-bedingungslos-wie-die-liebe-ein-einkommen-fur-jeden-menschen</link>
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		<pubDate>Tue, 30 Nov 2010 19:56:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>franz lang</dc:creator>
				<category><![CDATA[Miteinander Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Grundeinkommen]]></category>

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		<description><![CDATA[Gastbeitrag von Franz Lang
Ja, ja, so ist es: Wir neiden einander unsere Existenz! Daran hat sich seit jeher nichts geändert. Auch hoch angesehene Menschen aus Politik, Kirche und Wirtschaft tun das.
Wir gönnen dem Nachbarn nicht, dass er einfach so leben darf, wie er lebt. Dieser Neid ist in Wirklichkeit der Grund dafür, warum wir uns [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<address>Gastbeitrag von Franz Lang</address>
<p>Ja, ja, so ist es: Wir neiden einander unsere Existenz! Daran hat sich seit jeher nichts geändert. Auch hoch angesehene Menschen aus Politik, Kirche und Wirtschaft tun das.</p>
<p>Wir gönnen dem Nachbarn nicht, dass er einfach so leben darf, wie er lebt. Dieser Neid ist in Wirklichkeit der Grund dafür, warum wir uns ein Bedingungsloses Grundeinkommen für jeden Menschen nicht vorstellen wollen.</p>
<p>„Ich würde ja schon verantwortungsvoll für mich und andere arbeiten, aber mein Nachbar würde das nicht tun!“ Davon gehen die meisten Menschen aus. Und es muss als Begründung dafür herhalten, dass wir unsere Mitmenschen erziehen müssten, damit sie genügend Willen zum Arbeiten aufbringen. Wir meinen, wir müssten einander zum Arbeiten zwingen. Oder müssen wir uns gar selber zwingen?</p>
<p>„Sozialleistungen“ werden gekürzt, wenn wir nicht jede „zumutbare“ Arbeit annehmen und uns für ungeliebte Arbeiten bereit erklären.</p>
<p>Geht es auch anders? Gibt es eine spirituell und wirtschaftlich realistische Grundlage für ein bedingungsloses Einkommen, das jedem Menschen zusteht, und demnach Freiheit für die Arbeit, die man leisten möchte? Ja, die gibt es.</p>
<p>Hier in diesen Zeilen wird aus einem Wissen geschöpft, das dir, liebe Leserin, lieber Leser, so fremd nicht sein kann und mit deinem Gefühl für Wahrhaftigkeit in Resonanz gehen wird. Wir tauchen etwas tiefer ein als in einer politischen Diskussion üblich ist. Wir stellen Fragen, die unser Dasein überhaupt betreffen.</p>
<p>Lies es in Ruhe, entspannt …</p>
<h3>Prolog</h3>
<p>Ich bin in diese Welt geboren. Ich wollte es so. Und andere wollten es auch. Aus einem symphonischen Zusammenwirken vieler Stimmen bin ich geboren.</p>
<p>Ich weiß, dass ich hier etwas zu erledigen habe und ich habe auch eine große Lust, da zu sein. Ich will Erfahrungen machen. Danach begehre ich. Nur wundere ich mich sehr oft, warum mir Dinge zustoßen, die ich gar nicht begehre. Oder warum ich mir um mein Überleben Sorgen machen muss. Warum nehmen mir andere was weg? Warum bekomme ich nicht, was mir zusteht? Und wenn ich ehrlich bin: Warum habe ich andere schon beraubt, hintergangen und belogen?</p>
<p>Warum ist diese Welt so unfriedlich? Warum unterstützen wir uns nicht gegenseitig, sondern berauben uns? Warum versklaven wir einander, anstatt uns frei zu machen?</p>
<p>Ich tröste mich damit, dass es ja immerhin viele schöne und erfreuliche Dinge gibt auf dieser Welt. Sex zum Beispiel; Geld, mit dem ich mir vieles erwerben kann; eine endlos rotierende Unterhaltungsindustrie, die mir ständige Ablenkung bietet; wunderschöne Naturschauspiele; fröhliche und unschuldige Kinder; und schließlich auch einzelne gütige Menschen oder gute Taten von Menschen.</p>
<p>Und es gibt Menschen, die zu mir halten. Sie geben mir Geborgenheit und ein wohliges Gefühl des Dazugehörens. Ich bin nicht allein.</p>
<p>Wenn ich Glück habe, geschieht es so. Aber wenn das Glück mir gerade nicht hold ist, oh weh! Dann entbehre ich all das: Geborgenheit, Zusammengehörigkeitsgefühl, Bedürfnisbefriedigung, Vergnügen, Überschuss und Überfluss. Tiefes Leid ist die Folge. Aus diesem heraus beginne ich misstrauisch und neidisch zu werden und anderen dies und das nicht zu gönnen. Die Versuchung steigt, mir gewaltsam oder betrügerisch zu nehmen, was mir zusteht.</p>
<p>Das ist die Welt. In diese Welt bin ich geboren und wollte geboren werden, im orchestralen Zusammenklang mit jenen, die es mir ebenfalls wünschten. In so eine Welt wollte ich geboren werden? In diesen Kampf, in diesen Unfrieden? Das kann nicht sein!</p>
<p>Ich wollte doch was Gutes! Niemand darf von mir behaupten, dass ich diese Welt so wollte, wie sie ist. Nein, ich wollte sie umgestalten. Ich kam mit einer guten Absicht zur Welt. Ich hatte ja einen Auftrag zu erledigen, erinnere ich mich jetzt. Ich wollte Erfahrungen machen, ja, und ich hatte eine große Lust dazu.</p>
<p>Was noch einmal war es, das ich erledigen wollte? Worauf hatte ich so große Lust? Ich grabe mal nach in meinem tiefen Inneren …</p>
<h3>Erinnerung</h3>
<p>Es klingt da etwas an, wenn ich eintauche in meine Seelentiefen und mich so Stück für Stück erinnere … So eine Stimmung wie … Ach wie sollte ich das nennen? Es ist schwer, das richtige Wort zu finden. Es klingt noch leise und dann sogar etwas holprig, dieses Wort.</p>
<p>Es taucht langsam aus einem inneren Nebel auf: … Wiedergutmachung … Ausgleich … Gerechtigkeit … Oh, das sind ja schon drei Wörter. Es geht auf einmal so schnell. Sie kommen und gehen ineinander über. Ich kann sie nicht stoppen, nein, ich will sie nicht stoppen … Wiedergutmachung …</p>
<p>Wie soll ich etwas wieder gut machen und warum eigentlich? Blöde Frage! Weil die Welt, so wie sie ist, wieder gut gemacht gehört! Und weil ich mir schließlich wünschte, hier zu sein. Soll ich mich in diese Welt einbeziehen und mich selber etwa auch wiedergutmachen? Ist dies vielleicht sogar meine „Daseinsberechtigung“? Das was ich an mir und an der Welt gut machen will?</p>
<p>Ich weiß, es gibt Freunde und andere Mitmenschen, die nicht so denken. Sie sagen, auch wenn sie es nicht immer laut sagen: „Lass doch die Welt untergehen! Ich nehme mir, was ich erraffen kann und der Rest geht mich nichts an.“ Ich gebe zu, dass ich auch schon oft so gedacht habe. Es scheint ein typisch menschliches Benehmen zu sein, dass man sich um das nicht kümmern möchte, was einem ja doch schließlich das eigene Leben erhält.</p>
<p>Die Arbeit der anderen, die Leistung der anderen, die Freude, mit der sie sie erbrachten. „Soll doch die Welt untergehen!“ Ich staune, wie lustlos und zerstörerisch wir mit dem umgehen, was wir gleichzeitig mit so großem Verlangen fordern: Befriedigung, Sättigung, Genuss an der Welt, und schließlich Liebe und Zuneigung von den Menschen.</p>
<h3>Lebensquellen</h3>
<p>Wenn ich so recht bedenke, wovon ich hier auf Erden lebe, dann fallen mir zwei Quellen ein („Ressourcen“ sagt man heute). Die eine Lebensquelle ist die Natur selbst, die Reichtum über Reichtum hervorbringt, und die andere ist die Lebens- und Arbeitsleistung der Menschen. So leben wir nicht von der Natur allein. Von den Taten der anderen Menschen leben wir in gleichem Maße. Ihre Arbeit, ihre Leistung, ihre Lust, ihre Lebensfreude haben dazu beigetragen, dass ich heute das von ihnen Geschaffene genießen kann. Und wenn ich das wirklich so recht bedenke und „bedanke“, dann möchte ich auch meinen Teil dazu beitragen, dass es den Menschen und der Welt wieder gut gehen kann. Ich bin motiviert zu arbeiten. Jetzt fallen mir auch wieder meine anderen beiden Wörter ein, die mir aus der Seelentiefe entgegen gedämmert haben: … Ausgleich … Gerechtigkeit …</p>
<p>Ehrlich gesagt, das freut mich. Meine Motivation ist reine Freude. Ich arbeite gern. Es gibt mir sozusagen Lebenssinn zu arbeiten. Der wiederum wird zur Lebensquelle für andere Menschen. Was für ein schöner Ausgleich! Welch edle, natürliche Gerechtigkeit!</p>
<p>Und ich versenke mich wieder in mein Inneres und lausche hinein. Warum &#8211; noch einmal gefragt &#8211; bin ich hier? Was habe ich noch zu erledigen? War da noch was? Und diesmal klingt es kräftiger und freier und besonders strahlend: Schöpferkraft!</p>
<p>Ja, ich bin hier, um meine Schöpferkraft, meine Kreativität auszuleben!</p>
<h3>Kreativität</h3>
<p>Wieder sind die Begriffe ineinander übergegangen, besser gesagt, einer ist aus dem anderen hervorgegangen. Wiedergutmachung … Kreativität … Ausgleich …. Gerechtigkeit …</p>
<p>Ja, meine Kreativität ist gefordert, wenn es um gerechten Ausgleich geht. Aber nicht nur dafür. Meine Schöpferkraft ist gleichermaßen mein innerster Antrieb zum Dasein. Um zu schaffen bin ich da. Voller Energie fühle ich mich, die Lebenskraft fließt in mir. Ich brauche sie nur anzuzapfen und durch meine Glieder, mein Denken und mein Fühlen hindurch fließen zu lassen. Sie wird zur Tat, zur Arbeit, zum Lebensgenuss. Und sie ist voller Einfallsreichtum, Erneuerungsdrang und Freiheit und findet ihren Sinn in sich selber. Sonst würde man sie ja nicht Kreativität nennen, sondern Zwangsarbeit.</p>
<p>Das also ist auch der Sinn meines Lebens, das freie Schaffen, aus purer Lust und Freude? Brauche ich da noch eine Daseinsberechtigung?</p>
<h3>Daseinsberechtigung</h3>
<p>Ich muss mir mein Recht, da zu sein, nicht erarbeiten. Denn ich bin gerne da und mein natürlicher Antrieb ist zu arbeiten. Jeder Mensch arbeitet irgend etwas, tut irgend etwas gern, denn durch das Tätigsein und auch durch das Leistungbringen erleben wir etwas von der freien Schaffenskraft, die unsere wahre Lebensmotivation ist und die mit Wiedergutmachung, mit Ausgleich und mit Gerechtigkeit untrennbar verwoben ist. Muss man dann einen Menschen zwingen zu arbeiten? Sollten wir irgend jemandem eine Leistung abfordern, bevor wir ihm Daseinsberechtigung geben? Wir spüren die Absurdität dieser Frage.</p>
<p>Wir können davon ausgehen, dass jeder Mensch mit einer guten Absicht geboren ist. Jedes Kind will lernen. Es lernt spielerisch, frei und freiwillig. Jeder Erwachsene ebenso, nur nennt man diese kreative Art des Lernens im späteren Lebensalter Arbeiten. Ich will tun, was ich liebe. Und was andere tun, möchten sie ebenfalls aus Liebe tun. Es ist ihre Kreativität, ihr Lebensausgleich, ihr Gerechtigkeitsempfinden. Das muss niemandem eingeimpft werden. Es darf nur nicht zerstört werden.</p>
<p>In den Kinderseelen wird dieses gesunde Tun und Empfinden oft frühzeitig gestört. Man meint, man müsse die Kinder in den Schulen zum Lernen zwingen und sie mit Überlebensängsten impfen. Irgendwelche Bildungsstudien und Statistiken verbreiten eher nationalstaatliche Gefühle anstatt gesunder Motivation. Die vermeintlichen wirtschaftlichen Notlagen, Angst vor Arbeitslosigkeit, Angst, im internationalen Wettbewerb unterzugehen, und die falsche Überzeugung, dass der Wert der Arbeit an Lohn und Einkommen ablesbar sind, werden in die Kinderseelen hinein projiziert und damit zur kollektiven Überzeugung künftiger Generationen. So lassen wir die Welt wie sie ist. Aber wir verändern sie nicht. Wir lassen sie verfallen. So leben wir nicht unsere Daseinsfreude.</p>
<p>Aber erinnere dich: Wir wollen die Welt verändern! Wir wollen unsere Daseinsfreude leben …</p>
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		<title>Migration und Integration selbst erlebt</title>
		<link>http://www.gutfreistadt.at/index.php/migration-und-integration-selbst-erlebt</link>
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		<pubDate>Thu, 03 Jun 2010 15:50:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hermine Moser</dc:creator>
				<category><![CDATA[Miteinander Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Integration]]></category>
		<category><![CDATA[Migration]]></category>

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		<description><![CDATA[Autorin: Hermine Moser

MigrantInnen sind die „Anderen“ und integrieren sollen sich diese Anderen oder Fremden oder Ausländer. Diese scheinbar so gesicherte Annahme haben wir GUT-Mitglieder durch unser eigenes Erleben bei einer spannenden GUT-Sitzung überprüft.
Das Wort Migration leitet sich vom lateinischen migrare her und bedeutet wandern über geografische und soziale Grenzen. Man spricht von Migration, wenn diese [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<address>Autorin: Hermine Moser<br />
</address>
<p>MigrantInnen sind die „Anderen“ und integrieren sollen sich diese Anderen oder Fremden oder Ausländer. Diese scheinbar so gesicherte Annahme haben wir GUT-Mitglieder durch unser eigenes Erleben bei einer spannenden GUT-Sitzung überprüft.</p>
<p>Das Wort Migration leitet sich vom lateinischen <em>migrare</em> her und bedeutet wandern über geografische und soziale Grenzen. Man spricht von Migration, wenn diese grenzüberschreitende Erfahrung mindestens ein halbes Jahr dauert. Kommt man dann von so einer Erfahrung &#8211; das kann ein Studien- oder Arbeitsaufenthalt oder Praktikum gewesen sein &#8211; zurück, so ist man remigriert (zurückgewandert) und bringt Migrationserfahrung bzw. einen Migrationshintergrund  mit.</p>
<p>Gleich vorweg: Alle GUT-Mitglieder sind remigriert oder auch immigriert, nämlich zugewandert. Wären wir dort, wo wir einmal hin gewandert sind, geblieben bzw. nicht nach Freistadt hin „ausgewandert“, könnten wir ja nicht bei GUT mitarbeiten.</p>
<p>Manche von uns haben auf anderen Kontinenten gelebt, manche in anderen Ländern innerhalb Europas. Manche haben Migrationshintergrund durch Ehepartner oder Eltern, die außerhalb Österreichs geboren sind. Fast alle haben einige Zeit in anderen Bundesländern oder Regionen verbracht. Manche von uns überschreiten auf dem Weg zur Arbeit täglich die Gemeindegrenze.</p>
<p>Ein Rollenspiel machte uns die eigenen Migrationserfahrungen bewusst. Die Erinnerungen an eine oft gute Aufnahme, die wir auf den verschiedenen Wanderungen gefunden haben, aber auch die Abwehr, die manche erlebt haben – wenn es eine Kindheitserinnerung war, so war dies besonders schmerzlich &#8211; haben uns noch eine Weile beschäftigt.</p>
<table>
<tbody>
<tr>
<td><img class="alignnone size-medium wp-image-653" title="Migrationserfahrungen" src="http://www.gutfreistadt.at/wp-content/uploads/2010/05/DSCN6786-300x225.jpg" alt="" width="200" height="150" /></td>
<td><img class="alignnone size-medium wp-image-652" title="Migrationserfahrungen" src="http://www.gutfreistadt.at/wp-content/uploads/2010/05/DSCN6784-300x225.jpg" alt="" width="200" height="150" /></td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>Fotos: Wir gruppierten uns in einem Rollenspiel je nach Intensität der Migrationserfahrung: Hermine und Nikolai waren ein Jahr in Süd- bzw. Nordamerika und längere Zeit in Deutschland bzw. Italien. Martin hat als Kind einige Jahre in der Schweiz verbracht. Barbara ist aus Deutschland zugezogen. Christa und Hatice haben durch nahe Angehörige Migrations­hintergrund. Einige haben in der Bundeshauptstadt oder in anderen Bundesländern gelebt oder sind von umliegenden Orten nach Freistadt gezogen.</p>
<p>Wir glauben, dass wir mit dieser Erfahrung eine gute persönliche Grundlage haben, uns mit dem Thema Migration und Integration auf Gemeindeebene konstruktiv zu beschäftigen.</p>
<p><em>Hermine Moser, Mitglied der Grünen und für GUT im Integrations- und Sozialausschuss, absolviert derzeit ein interkulturelles Studium an der UNI Salzburg. Auch beruflich ist sie als Lehrerin an einer Sozialfachschule mit kultursensiblen Fragen befasst. Mitglied des interreligiösen Frauentreffs, Mit-Initiatorin des „Bunten Spielplatzes“.</em></p>
<h3>Nützliche Begriffe</h3>
<p><em>Inklusion</em>: Eine Gesellschaft, die Vielfalt in jeder auftretenden Form als Bereicherung ansieht und offene Strategien in allen Bereichen des Zusammenlebens, insbesondere in der Politik, entwickelt, hat keinen Integrationsbedarf mehr, da sie nicht exkludiert.</p>
<p><em>Integration</em> ist ein gegenseitiger Prozess, der sowohl von Migrantinnen und Migranten als auch von der aufnehmenden Gesellschaft Bemühungen und Entgegenkommen verlangt. Der Gegenbegriff zu Integration ist <em>Assimilation</em>, bei der eine einseitige Anpassung an die aufnehmende Gesellschaft verlangt wird.</p>
<p><em>Interkultur</em>: Menschen unterschiedlicher kultureller Herkunft interagieren/leben/arbeiten/handeln miteinander.</p>
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		<title>Nichts ist mehr wie es einmal war.</title>
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		<pubDate>Mon, 24 Aug 2009 18:35:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hermine Moser</dc:creator>
				<category><![CDATA[Miteinander Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Migration]]></category>
		<category><![CDATA[Wandel]]></category>
		<category><![CDATA[Zusammenleben]]></category>

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		<description><![CDATA[Autorinnen: Hatice Demir, Hermine Moser
Der sich ständig vollziehende Wandel in der Gesellschaft generell ist auch im Zusammenleben in Freistadt erlebbar.
Auf allen Ebenen, in der Wirtschaft, in den Traditionen, in den Religionen, im Bildungs- und Sozialbereich, in der Politik zeigt sich dieser Wandel.
„Nichts ist mehr, wie es einmal war“ ist für viele Menschen eine manchmal auch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<address>Autorinnen: Hatice Demir, Hermine Moser</address>
<p>Der sich ständig vollziehende Wandel in der Gesellschaft generell ist auch im Zusammenleben in Freistadt erlebbar.</p>
<p>Auf allen Ebenen, in der Wirtschaft, in den Traditionen, in den Religionen, im Bildungs- und Sozialbereich, in der Politik zeigt sich dieser Wandel.</p>
<p>„Nichts ist mehr, wie es einmal war“ ist für viele Menschen eine manchmal auch frustrierende und bedrohlich erscheinende Erkenntnis geworden.</p>
<p>Um einige Beispiele zu nennen:</p>
<ul>
<li>Ein Arbeitsleben      ohne Bruch durch Arbeitslosigkeit ist in der heutigen Zeit die Ausnahme      geworden.</li>
<li>Modernes Konsumverhalten      und Kaufkraft-Abfluss in die Metropolen und über Internet stellt örtliche Wirtschaftstreibende      vor große Herausforderungen.</li>
<li>Die neuen Medien      prägen eine vor 20 Jahren noch nicht vorstellbare Kommunikationskultur.</li>
<li>Der Zugang zur      Bildung für alle scheint offener möglich geworden zu sein. Trotzdem zeigt      und entwickelt sich immer mehr ein Bruch zwischen den sogenannten      Bildungsfernen und Bildungsnahen mit allen Konsequenzen für      gesellschaftliche und wirtschaftliche Teilhabe.</li>
<li>Weltweite      Wanderungsbewegungen hinterlassen auch in Freistadt ihre Spuren. Menschen      mit Migrationshintergrund, ob aus der Europäischen Union oder aus      sogenannten Drittstaaten kommend, sind unsere Mitmenschen geworden.</li>
</ul>
<p>Die Aufgabe einer erfolgreichen Sozialpolitik in Österreich und in unserer Stadt ist es, Weichen zu stellen, die allen Menschen ein selbst bestimmtes Leben in der Mitte unserer Gesellschaft ermöglicht. Diese Selbstbestimmung soll unabhängig von Alter, Geschlecht, Herkunft, Sprache und Religion sowie gesundheitlichem und sozialem Status möglich sein.</p>
<p>Dennoch ist immer wieder von Randgruppen oder gar Parallelgesellschaften die Rede. Das können alte Menschen sein, deren Sozialkontakte nur mehr aus den MitarbeiterInnen von sozialen Diensten bestehen. Oder Jugendliche, die, in den Bildungseinrichtungen durchgefallen, ihre Energien in destruktive Aktionen stecken. Oder Mädchen und Frauen, denen die Teilhabe am öffentlichen Leben und am Arbeitsmarkt aus verschiedensten Gründen versagt bleibt. Oder Personen, die sich auf bestimmte kulturelle, ethnische oder religiöse Wurzeln und Sichtweisen berufen, von denen sie annehmen, sie seien die „besseren“ im Vergleich mit denen der Anderen. Oder Mitglieder der so genannten „Leitkultur“, die, ohne viel von „den Anderen“ zu wissen, von diesen Anpassung und Assimilation verlangen. Wir wünschen uns, dass aus <em>den</em> <em>einen</em> und <em>den anderen</em> ein <em>wir</em> wird, und dass dieses <strong>wir</strong> zur <strong>Normalität</strong> wird. Unterschiedliche Menschen sollen sich als Menschen präsentieren dürfen und auch als solche wahrgenommen werden.</p>
<p>Damit dieses Wir zur Normalität werden kann, ist jede einzelne Person gefragt, nicht nur ihre Rechte wahrzunehmen, sondern auch ihren eigenen Beitrag für eine offene Gesellschaft zu erbringen. Jedes Verhalten Einzelner oder von Gruppen, das ein gutes Zusammenleben belastet oder die Rechte Einzelner verletzt, soll ohne Rücksicht auf kulturelle Besonderheiten unmissverständlich aufgezeigt werden.</p>
<p>Die Gruppe GUT will eine soziale Politik mit gestalten, die sich der Vielschichtigkeit der heutigen Gesellschaft bewusst ist. Diese Diversität ist ein Potential, das hilft, die wirtschaftlichen, sozialen und politischen Herausforderungen der Zukunft zu bewältigen.</p>
<p><strong>Im Besonderen ist uns wichtig: </strong></p>
<ul>
<li>Fremdenfeindlichkeit,      wo auch immer und in welcher Form sie sich zeigt, anzuprangern und mutig      dagegen aufzutreten. Dazu gehört für uns auch der in der Bundespolitik sichtbare      Populismus in Sachen Zuwanderung, Bleiberecht und Minderheitenrechte.</li>
<li>Die Stärkung von      Initiativen, die über bestehende Grenzen hinweg Begegnungsmöglichkeiten      schaffen: der Sozialmarkt „Arkade“; die Initiative der Pfarre „<em>Freistadt      i(s)st international</em>“; der interkulturelle „<em>Frauentreff</em>“; das „<em>Freie Radio      Freistadt</em>“; der jährlich stattfindende <em>Tag der offenen Tür</em> und der <em>Kirmes</em> im muslimischen Gemeindezentrum; das geriatrische Tageszentrum; die      schulische und berufliche Integration von Menschen mit besonderen      Bedürfnissen. Sie alle sind ein Beispiel für eine starke und      verantwortliche Zivilgesellschaft.</li>
<li>Verletzung von      Persönlichkeitsrechten aufzeigen und dagegen auftreten. Sie darf nicht      durch religiöse, ethnische, kulturelle oder sonstige Gründe gerechtfertigt      werden.</li>
<li>Ein Stil des      Respekts und der Fairness in der politischen Zusammenarbeit auf      Gemeindeebene. Gerade diese soll eine beispielgebende Qualität des      Miteinander Lebens zeigen.</li>
</ul>
<p>Unsere Gruppe, die aus Persönlichkeiten mit den unterschiedlichsten beruflichen und persönlichen Hintergründen und Qualifikationen besteht, verbindet die Bereitschaft, konstruktiv und offen an der Zukunft von Freistadt mitzuarbeiten. Wir sind davon überzeugt, dass wir einen wesentlichen Beitrag für ein gutes Miteinander in unserer Stadt auf allen Ebenen leisten können.</p>
<p>Hermine Moser schreibt auch in ihrem Blog unter anderem über Interkulturalität:</p>
<ul>
<li><a title="Link zu „Die sollen doch erst mal Deutsch lernen“" rel="bookmark" href="http://hmoser.wordpress.com/2009/08/06/%e2%80%9edie-sollen-doch-erst-mal-deutsch-lernen%e2%80%9c/" target="_blank">„Die sollen doch erst mal Deutsch lernen“</a></li>
</ul>
<ul>
<li><a title="Link zu Geregelte Zuwanderung" rel="bookmark" href="http://hmoser.wordpress.com/2009/08/06/geregelte-zuwanderung/" target="_blank">Geregelte Zuwanderung</a></li>
</ul>
<ul>
<li><a title="Link zu Singen und interkulturelle Begegnung" rel="bookmark" href="http://hmoser.wordpress.com/2009/01/11/singen-und-interkulturelle-begegnung/" target="_blank">Singen und interkulturelle Begegnung</a></li>
</ul>
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		<title>Miteinander Leben</title>
		<link>http://www.gutfreistadt.at/index.php/miteinander-leben</link>
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		<pubDate>Sun, 23 Aug 2009 17:50:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hermine Moser</dc:creator>
				<category><![CDATA[Miteinander Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Begegnung]]></category>
		<category><![CDATA[Integration]]></category>
		<category><![CDATA[Migration]]></category>

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		<description><![CDATA[Autor/innen: Josef Luimpöck, Hermine Moser
Es steht außer Zweifel: Österreich braucht geregelte Zuwanderung. Die auf den Kopf gestellte Alterspyramide infolge des Geburtenrückganges verdeutlicht es. Die österreichische Fremdenrechts- und Einwanderungspolitik hat aber nicht dazu beigetragen, den Zuzug einwanderungswilliger Menschen in sinnvolle Bahnen zu lenken. Ebenso wenig hat Österreich als Aufnahmeland ausreichend Strukturen geschaffen, die ein rasches Einleben [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<address>Autor/innen: Josef Luimpöck, Hermine Moser</address>
<p>Es steht außer Zweifel: Österreich braucht geregelte Zuwanderung. Die auf den Kopf gestellte Alterspyramide infolge des Geburtenrückganges verdeutlicht es. Die österreichische Fremdenrechts- und Einwanderungspolitik hat aber nicht dazu beigetragen, den Zuzug einwanderungswilliger Menschen in sinnvolle Bahnen zu lenken. Ebenso wenig hat Österreich als Aufnahmeland ausreichend Strukturen geschaffen, die ein rasches Einleben in der neuen &#8211; vorübergehenden oder ständigen &#8211; Heimat ermöglichen und erleichtern.</p>
<p>Bis vor wenigen Jahren gab es zum Beispiel kaum Deutsch-Kurse. Das hat sich inzwischen verändert. Allerdings wird noch zu wenig erkannt, dass Sprache Lernen nur in einem dialogischen Prozess nachhaltig möglich ist. Mit einem Wort: das Angebot von Sprachkursen braucht auch die Förderung von Begegnungsmöglichkeiten, damit die Sprache angewendet werden kann. Auch hier gibt es Fortschritte, wie zum Beispiel engagierte Eltern-Arbeit in den Schulen, und das Rucksack-Projekt in Kindergärten. Den Pädagoginnen, die in diesen Bereichen aktiv sind, gebührt hohe Anerkennung.</p>
<p>Zukunftsweisend wird eine Gemeinwesen-Arbeit sein, welche die Teilhabe aller Menschen unabhängig von ihrer sozialen oder ethnischen Herkunft, Alter, Handicap etc. am gesellschaftspolitischen, sozialen und kulturellen Leben fördert.</p>
<p>Diese Wertschätzung der Vielfalt kann eine Integrationspolitik ablösen, welche, auch wenn sie es nicht so meint, von „den Anderen“ im Grunde genommen Anpassung und Assimilierung verlangt. Durch positiv verstandene Vielfalt, aber auch durch mutiges Aufgreifen von auftretenden Problemen kann politischen Aufwieglern der Boden für ihre Entzweiungsbemühungen in „die Anderen“ und „die Einheimischen“, in die, die sich in der „sozialen Hängematte“ befinden etc. entzogen werden.</p>
<p>Wir streben ein friedliches Zusammenleben aller Menschen an und wollen als GUT unseren Teil dazu beitragen, indem wir entsprechende Akzente setzen.</p>
<h3>Miteinander leben heißt für uns</h3>
<ul>
<li>Im Bewusstsein der gesellschaftlichen und sozialen Vielfalt aufeinander zugehen</li>
<li>Begegnungsmöglichkeiten und Begegnungsräume schaffen und gestalten</li>
<li>Interkultur leben: Bewusstseinsbildung für die sich wandelnde gesellschaftliche Realität</li>
<li>Nachbarschaftshilfe stärkt den Zusammenhalt in der Gesellschaft &#8211; Jung hilft Alt &#8211; Alt hilft Jung</li>
<li>Mobilität für Menschen ohne Auto – die soziale Komponente des CityBus</li>
</ul>
<p>Positiv sehen wir eine Reihe von Initiativen und Projekten im Integrations- und Betreuungsbereich. Sie fördern den sozialen Zusammenhalt und stärken die Zivilgesellschaft. In ihr sollen alle Menschen Platz haben.</p>
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