Archiv für die Kategorie ‘Klimaschutz’

Kopenhagen wurde zum Flopp

publiziert am 21. Dezember 2009
Autor: Oskar Stöglehner

Das Scheitern der Klimakonferenz von Kopenhagen hat gezeigt: Die Politik ist unfähig, die Wirtschaft desinteressiert, weil nur auf kurzfristige Gewinnmaximierung gepolt, die Experten macht- und daher hilflos.
Wie kann es gehen? Die Bevölkerung – die Basis – wir alle – sind dran: in mehrfacher Hinsicht – handeln wir endlich, kann es noch gut ausgehen, wenn nicht, sind wir wirklich dran!

Durchbrechen wir also die Ratlosigkeit und werden selbst aktiv, z. B. mit vielen kleinen Taten für den Klimaschutz, die wir täglich setzen können.

Sie wissen nicht wie und wo anpacken?
Mit der Internet-Aktion 1 000 000 Taten für den Klimaschutz wirbt die Umweltorganisation Greenpeace für Klimaschutztaten im täglichen Leben und meldet Ihnen online zurück, wieviel CO2 sie mit ihren Taten einsparen können.
Versuchen  Sie es doch! Auch wenn Sie schon der große Klimaretter-Star sein sollten, sind vielleicht auch für Sie Anregungen für neue Taten dabei.

Die Adresse: http://1000000taten.greenpeace.at/

Energieinnovation Salzhof

publiziert am 04. August 2009
Autor: Oskar Stöglehner

Bei der Renovierung des Salzhofes 2002/2003 war für den überdachten Innenhof ursprünglich daran gedacht, im Sommer die Hitze wegzulüften und bei Kälte entsprechend zu heizen.

Als sinnvolle Alternative dazu konnte ich zusammen mit dem Haustechnikplaner des TB Freunschlag, Christian Schinagl, eine Energielösung auf teilsolarer Basis mit möglichst sparsamer Verwendung fossiler Energieträger entwickeln.

Eine 60 m² Vakuum-Solaranlage auf dem Hofdach sowie ein Gas-Brennwertkessel versorgen eine Fußbodenheizung, die mit einem Latentspeicherboden an Stelle von Wasser-Pufferspeichern kombiniert ist. Die thermische Solarenergie wird direkt in den Fußbodenaufbau gespeichert und gleichzeitig der Latentspeicher geladen. Dieser gibt bei seiner Entladung die gespeicherte Wärme über einen längeren Zeitraum an die eigentliche Speichermasse (60 m³ Fußbodenestrich ) ab: 5 Stunden Sonne am Dach sorgen für 15 Stunden Wärme im Fußboden.

Zugleich wird das Dachgeschoß (Musikschule) klimatisiert: Im Sommer kühlt die Fußbodenheizung über Wärmetauscher die Speichermasse des Fußbodens.

Der Mehraufwand wurde überwiegend mit Hilfe einer Investitionsförderung des Landes OÖ finanziert. Diese Energieinvestition wurde zum Vorzeigeprojekt für andere Kommunen.

Resumee nach 6 Jahren Betrieb – nicht alles läuft nach Plan:

  • Regelungsprobleme und mangelnde Abstimmung von Heizung und Lüftung werden beklagt.
  • Während der Sommerzeit kommt es wegen fehlender Wärmeabnahme wiederholt zum Totalausfall der Solaranlage. Ideal wäre eine Warmwassernutzung im Haus oder die Wärmeabgabe an ein Nachbarobjekt. Daran wird bereits gearbeitet.
  • Die Größenordnung des Gebäudes und die Mehrfachnutzungen bei voller Auslastung erfordern und rechtfertigen einen organisatorischen und technischen Hauswart. Eine kontinuierliche fachliche Betreuung würde die Zufriedenheit der Nutzer erhöhen und den äußerst positiven Ruf des Salzhofes noch stärken.
Solaranlage am Salzhof

Solaranlage am Salzhof

Contracting-Pionier Freistadt

publiziert am 30. Juni 2009
Autor: Oskar Stöglehner
oskar_salzhof

Oskar Stöglehner und das Energie-Contracting-Modell

Bereits 1999 startete Freistadt unter meiner Projektleitung ein Energie-Einsparcontracting für 7 Gemeindeobjekte: Kindergarten, Doppelhauptschule, Hallenbad, Tennishalle, Feuerwehrhaus, Wasserwerk, Straßenbeleuchtung.

Mit einem Investitionsvolumen von 400.000 € werden jährlich zwischen 66.000 und 85.000 € eingespart. Das entspricht einer Einsparung zwischen 25 % und 30 % der (damaligen) Energiekosten.

Nach einer Laufzeit von 7 Jahren wurde das Projekt 2006 abgeschlossen und war jahrelang Vorbild für zahlreiche ähnliche Projekte. Die seither jährlich eingesparten Energiekosten verbessern die Finanzkraft der Gemeinde.

Das Energie-Contracting-Modell erhielt den Contracting-Preis “Energieprofi 2000″ der ÖGUT und des Umweltministeriums.

Für mich persönlich war es nach der Mitarbeit am regionalen Energiekonzept für die Region Freistadt (1995 – 1997) und dem Mitwirken am Entstehen des Biomasse-Fernheizwerkes Freistadt ein weiterer Meilenstein einer erfolgreichen nachhaltigen Energiearbeit für Freistadt.