Richtige Abfalltrennung lohnt sich!
publiziert amMittwoch, 02. Juni 2010Die Müllgebühren werden mit 1. Juli deutlich erhöht. Wieso? Und was kann jede/r einzelne von uns dagegen machen? Ein Schritt ist die Trennung wertvoller Kunststoffabfälle.
Kurzer Leitfaden zum Trennen von Kunststoffmüll
Kunststoff ist nicht gleich Kunststoff, in Freistadt werden 8 verschiedene Kunststoffe getrennt gesammelt.
Diese Kunststoffe sollen wir im Altstoffsammelzentrum abgeben!
- PET-Verpackungen „farblos-transparent“
- PET-Flaschen „hellblau-, grün-transparent“. Bei hellblauen PET-Flaschen besteht Verwechslungsgefahr mit farbloser PET-Verpackung.
- Getränkeverbundkartons: Tetrapack (Milch, Apfelsaft …)
- PS/PP-Verpackungen – „Becher“: Joghurt-, Topfen-, Margarinebecher, Obstkörbchen, Eisverpackungen, Flaschen, … mit Aufdruck „PS oder PP“
- Verpackungsfolien (LDPE, LLDPE): Folien, Wickelfolien, Noppenverpackungsfolien, Düngemittelsäcke (alle Folien oder Sackerl die nicht „rascheln“ beim Zerknittern)
- Kunststoffhohlkörper (HDPE, PE): Flaschen, Behälter, Eimer, Kanister, …. mit Aufdruck „HDPE“ oder „PE“, wasserlösliche Verschmutzungen sind für die Wiederverwertung kein Problem (z.B. bei Farbkübeln…)
- Kunststoff-Schraubverschlüsse (erzielen einen hohen Gewinn)
- EPS (Verpackungs-Styropor, kein Baustyropor)
Was gehört in den gelben Sack?
- Beispielsweise Chipssackerl, Frischhaltefolien, Kaffee-Vakuumverpackungen, Müsliverpackungen, Teigwarensäckchen, Riegelverpackungen, Sauerkrautsackerl, Suppenpackerl, Zuckerlsackerl und -papier, Einweggeschirr, Fleischtassen, Netze von Semmeln/Obst, Schnüre, Tonerbehälter, Verpackungsbänder, Zahnpastatuben aus Kunststoff, …
Wenn man unsicher ist wohin etwas gehört, nehmen sich die Mitarbeiter/innen des ASZ gerne Zeit um beim Trennen behilflich zu sein.
Fragen Sie beim nächsten Besuch im ASZ nach den Aufklebern für Ihr Plastikmüll-Sammelsystem!
Versuchen Sie es für den Anfang mit der gesonderten Sammlung jener Kunststoffabfälle, die bei Ihnen am häufigsten anfallen!
Richtiges Trennen spart Geld
Jede Gemeinde in Oberösterreich muss kostendeckend den Müll seiner Bewohner entsorgen. Das ist wie Zusammenräumen in der eigenen Wohnung, entweder man bezahlt jemanden fürs Putzen oder man macht es selber – und spart Geld.
Der wertvolle Müll des gelben Sackes zum Beispiel wird gesammelt und getrennt. Die Gewinne daraus für die Kunststoffrohstoffe lukrieren nicht wir Freistädter, sondern die Firmen, die den gelben Sack einsammeln und den Inhalt nach den verschiedenen Kunststoffbestandteilen für uns trennen. Das können wir doch genauso gut, Kunststoffe selber trennen und die Gewinne dafür selber einstreifen und dadurch die Müllgebühren niedrig halten!
Wir als Gemeinde Freistadt können, außer mit dem Restmüll, Geld verdienen (ca. 50 – 80 Cent pro kg), aber nur mit getrenntem Müll, der im Abfallsammelzentrum der Gemeinde abgegeben wird. Versuchen wir es!